aus der Heilbronner Stimme vom 5.2.2018

 

 

aus den Fleiner Nachrichten vom 7. Februar 2018

 

Vom Volkslied bis zum Schlager – alle singen begeistert mit
Erstes Wirtshaussingen in Flein
In Bayern und vor allem in Franken hat das Wirtshaussingen eine lange Tradition. Man trifft sich in einem Gasthaus, isst und trinkt und singt gemeinsam bekannte Lieder in fröhlicher Runde. Roland Gärtner, Vorstand der Fleiner Bürgerstiftung und gleichzeitig Dirigent des Sängerbunds Flein machte sich schon seit einiger Zeit Gedanken, ob so etwas nicht auch in Flein möglich wäre. Mit der Gaststätte Linde waren ein Partner und die entsprechenden Räumlichkeiten vorhanden. Die spannende Frage war, ob überhaupt jemand Interesse haben und zur der Veranstaltung kommen würde. Doch alle Erwartungen wurden übertroffen: 170 Leute wollten mitmachen, leider konnten deshalb nur diejenigen dabei sein, die sich rechtzeitig einen Platz reserviert hatten.
Roland Gärtner freute sich, alle Gäste in der proppenvollen Linde am vergangenen Freitag zum gemeinsamen Singen begrüßen zu können. Nachdem sich alle mit Essen gestärkt und mit den notwendigen Getränken versorgt hatten, wurden die eigens für das Wirtshaussingen erstellen Liederhefte verteilt, in denen die Texte von Volksliedern über Oldies, Schlager und vielen anderen bekannten Liedern abgedruckt sind. Bevor es losging, nahm Roland Gärtner allen Mitsängern die Angst: „Heute Abend muss man nicht vorsingen wie in der Schule, beim Singen gibt es nichts Falsches, höchstens Variationen. Heute Abend werden auch nicht wie bei DSDS von Dieter Bohlen Leute bloßgestellt, heute Abend sollen alle nur Spaß und Freude am gemeinsamen Singen haben.“ Und so ging es tatsächlich auch bei dem Chor für einen Abend in der Linde ganz entspannt, fröhlich und ungezwungen zu.
Dass dies dann auch tatsächlich so war, war schon beim ersten gemeinsam gesungenen Lied hörbar. Mit „Hoch auf dem gelben Wagen“ begann die musikalische Reise und die altehrwürdigen Gemäuer des Gasthauses Linde erbebten fast vom imposanten und kräftigen Gesang der 70 Sängerinnen und Sänger. In der ersten Sangesrunde wurden Volkslieder gesungen, die leider so nach und nach in Vergessenheit geraten zu scheinen. Dabei haben sie wunderschöne Melodien. Zu vielen Liedern erzählte Roland Gärtner Interessantes über deren Entstehungsgeschichte. Wer wusste bisher schon, dass der Text von „Jenseits des Tales“ von einem Nachfahren des Baron Münchhausen geschrieben wurde oder man beim Singen von „Die Gedanken sind frei“, einem sehr politischen Lied, im 19. Jahrhundert ins Gefängnis geworfen werden konnte. Beeindruckend, dass es sogar gelang, die bunt zusammengesetzte Gesangsgruppe in der Linde Kanons wie „Es tönen die Lieder“ oder „Viva la Musica“ oder gar Quodlibets  - mehrere Lieder erklingen gleichzeitig – singen zu lassen.
Roland Gärtner begleitete die Lieder mit dem Akkordeon oder am E-Piano, unterstützt wurde er dabei vom Sänger Peter Müller, Achim Frey mit der Gitarre und Gerhard Mugele an der Bassgitarre.  Nach einer kleinen Verschnaufpause gab die Instrumentengruppe auch den Takt für Schlager und Oldies an. Als „Fahrende Musikanten“ waren die Sänger in der unter anderem in der „Kleinen Kneipe“,  „Über den Wolken“,  oder mit „Marina“ als „Seemann“ auf dem weiten Meer.
Als schließlich fröhliche Schunkellieder und das unverwüstliche „Sierra Madre“ gesungen wurden, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Nach fast dreistündigem Gesang ging mit dem Volkslied „Muss i denn zum Städtele hinaus“ ein denkwürdiger Abend in der Linde zu Ende.
Alle Teilnehmer waren begeistert und haben gespürt, dass Musik und selber Singen eine verbindende Kraft hat. Viele wünschten sich eine Wiederholung des Wirtshaussingens. Organisator Roland Gärtner, der ganz überwältigt vom Erfolg des Abend war, kann sich durchaus vorstellen, jeweils im Herbst und Frühjahr weitere Wirtshaussingen durchzuführen

Hier ein kurzes Video vom Fleiner Wirtshaussingen_

 

 


Hier sind Fotos vom Wirtshaussingen in der Linde.

Zum Vergrößern der Fotos einfach auf ein Bild klicken.

 

Fleiner Wirtshaussingen
Singen ist doch nicht out, das zeigen auch die vielen Anmeldungen und Anfragen zum Wirtshaussingen am 2. Februar im Gasthaus Linde.

 

Die Plätze sind schon alle ausgebucht. Termine für weitere Veranstaltungen gibt es bisher noch nicht, aber die Verantwortlichen  werden sich nach dem ersten gemeinsamen Singen überlegen, ob und wann es weitere Wirtshaussingen in Flein geben wird. Die Termine dazu werden dann rechtzeitig in den Fleiner Nachrichten bekannt gegeben.
Haben Sie Lust auf gemeinsames Singen in geselliger Runde? Singen Sie gerne Schlager, Oldies oder Volkslieder? Wenn ja, kommen Sie doch zum ersten Fleiner Wirtshaussingen:

Freitag, 2. Februar 2018 ab 19 Uhr im Gasthaus Linde Flein.

Die Bürgerstiftung Flein, der Sängerbund und das Gasthaus Linde laden Sie herzlich ein.

 

Jeder, der möchte, kann sich zunächst mit einem Vesper oder Essen stärken, bevor ab etwa 20 Uhr unter der Leitung von Roland Gärtner und einigen Sängern zwei Stunden lang gemeinsam bekannte Schlager, Oldies und Volkslieder gesungen werden. Es liegen Textbücher aus, so dass man tatsächlich auch alle Strophen der Lieder singen kann. Die Bürgerstiftung ist gemeinsam mit dem Sängerbund der Veranstalter, sie freut sich ebenso wie das Gasthaus Linde über viele Besucher und Mitsänger/innen.
Aus organisatorischen Gründen ist es wünschenswert, wenn Sie Ihre Teilnahme anmelden und einen Platz reservieren:
Linde. Tel. 251990.
Der Eintritt ist frei, um eine kleine freiwillige Spende für die Erstellung der Textbücher wird gebeten.
Machen Sie mit, singen Sie mit und lassen Sie uns gemeinsam einen schönen Abend in froher Runde unter Gleichgesinnten verbringen.